Im freien Fall

Im freien Fall

Do. 8. Januar 2026 | 19:30

Konservatorium Bern

Kramgasse 36, 3011 Bern

Tickets

Fr. 9. Januar 2026 | 19:30

Konservatorium Zürich

Florhofgasse 6, 8001 Zürich

Tickets

Sa. 10. Januar 2026 | 19:00

Rathauslaube Schaffhausen

Rathausbogen, 8200 Schaffhausen

Tickets

So. 11. Januar 2026 | 17:00

Gare du Nord Basel

Schwarzwaldallee 200, 4058 Basel

Tickets

Programm

Laszlo Vydovszky (*1944)
Autoconcert (1972), Installation

Matthew Locke (1621 – 1677)
Curtain Tune (aus Tempest) für Streichquartett, Flöte & Laute

André Jolivet (*1905 – 1974)
Pipeaubec für Flöte & Perkussion

Francesco Cavalli (1602 – 1676)
Sinfonia Grave für Streicher & Laute 

Jörg Widmann (*1973)
Petite Suite für Flöte
Allemande, Lamento, Sarabande

Henry Purcell (1659 – 1695)
Curtain Tune für Streicher, Laute & Flöte
Fantazias XI, VII

PAUSE

Franz Schubert
2. Streichquartett in C-Dur D 32, II. Andante 

Morton Feldman (1926 – 1987)
Four Instruments (1974)
Version für Klavier, Röhrenglocken, Violine & Violoncello

Beat Furrer (CH *1954)
Presto für Flöte & Klavier 

Helena Winkelman (CH *1974)
Gravitation I für Violine & Klavier 

Antoine Fachard (F/CH *1980)
Neues Werk für Flöte, Klavier, Streichquartett und Perk

Musiker:innen

Isabelle Schnöller, Flöte
Helena Winkelman, Violine
Sherniyaz Mussakhan, Violine
Alessandro D’Amico, Viola
Christoph Dangel, Violoncello
Stefka Perifanova, Klavier
Mikolaj Rytowski, Perkussion

Gast

Azul Lima, Laute

Am zweiten Abend der Saison widmen wir uns ganz der Lust am Abstieg. Fallende Linien im Bass repräsentieren vom Barock- bis hin zur Popmusik tragische und tiefe Emotionen, während wir in Autoconcert des Ungaren Vydovszky ganz direkt mit fallenden Objekten konfrontiert werden.
Die Kunst des zeremoniell gefeierten Hinsinkens in der Musik gibt uns eine andere Perspektive auf Phänomene, die wir sonst eher ängstlich beäugen: fallende Börsenkurse und gesellschaftlichen Abstieg, das Weniger-Werden und den Tiefpunkt am Ende des Falls. Die Laute führt uns dabei mit Locke, Purcell und Cavalli in die grosse Vergangenheit des unendlich absteigenden Lamento-Basses während damit kontrastierend kühne Duos von Furrer, Widmann und Winkelman ein reiches Kaleidoskop an zeitgenössischen Stimmen bieten. Besonders freuen wir uns auf die speziell für dieses Programm geschriebene Uraufführung von Antoine Fachard und das Quartett von Feldman.