Seit ihrer Gründung 1994 sprengt die Camerata Variabile Grenzen und Konventionen der Kammermusik. Sie ist Klaviertrio, Streichquartett und Bläserquintett zugleich. Um einen Kern von Musiker:innen bilden sich – je nach Programm – wechselnde bewegliche Formationen und es eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Die Konzertabende entführen das Publikum durch kühne Gegenüberstellungen von Musik unterschiedlichster Epochen und Stilrichtungen in neue Erlebniswelten.
Wie hintersinnig, geistreich und komödiantisch, genussvoll und schockierend zugleich solche Programme sein können, zeigen auch spartenübergreifende Projekte mit Tanz und Schauspiel. Die konzertübergreifenden Saisonthemen wie Refugium, Deus ex machina oder Liebeskunst geben den fünf Einzelprogrammen einen Zusammenhang der weit über die Musik hinausreicht.
Neben dem reinen Hörvergnügen hat das Publikum so die Möglichkeit, gemeinsam mit den Musiker:innen Aspekte der Gesellschaft, der Natur und des Lebens auf einer tieferen Ebene zu erforschen und künstlerisch zu erfahren. Für diesen Ansatz erhielt das Ensemble 2020 einen Förderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz.
Die Mitglieder der Camerata Variabile begeistern immer wieder durch ihr beseeltes Spiel, ihre Kommunikationsfreude und ihr hohes technisches Niveau. Persönliche Einführungen helfen dabei neue Werke zu verstehen. Das Ensemble kombiniert die neuen Werke zudem oft mit berühmten Kompositionen aus dem Standardrepertoire, gräbt unbekannte Kammermusik-Raritäten aus und lädt dazu inspirierende Künstlerpersönlichkeiten als Gäste ein.
Zu der eigenen Reihe von Konzerten in der Schweiz kommen erfolgreiche Auftritte an Festivals im In- und Ausland, u. a. dem Bastad Kammermusikfestival in Schweden, dem Festival Alpentöne, dem Musikfestival Gstaad, dem Internationalen Bachfestival Schaffhausen und dem Festival Culturescapes. Zahlreiche Radioaufnahmen dokumentieren die Aktivitäten des Ensembles.
Gäste des Ensembles waren bisher: Noldi Alder (Violine/Hackbrett, Jodel), Steindor Andersen (Rimur – Gesang, Island), Caroline Charrière (Kompositon), Thomas Demenga (Cello/Komposition), Pierre Favre (Perkussion/Komposition), Barry Guy (Kontrabass/Komposition), Lydia Kavina (Theremin), Rudolf Kelterborn (Kompositon), Jürg Kienberger (Schauspiel), Garth Knox (Viola/Komposition), Roland Moser (Komposition), Christoph – Mathias Müller (Dirigent), Lucy Shelton (Sopran), Mike Svoboda (Posaune/Komposition), Jürg Wyttenbach (Dirigent/Klavier), Kurt Widmer (Bariton), Gérard Zinsstag (Komposition), u.a.
Seit 2010 ist die Schweizer Komponistin und Geigerin Helena Winkelman die künstlerische Leiterin des Ensembles. Der Künstlerische Rat, mit dem sie gemeinsam die Programme gestaltet, besteht aus dem Cellisten Christoph Dangel, der Klarinettistin Karin Dornbusch, der Flötistin Isabelle Schnöller, und der Pianistin Stefka Perifanova.
Christoph Dangel
Cello
Seit Abschluss des Studiums bei Thomas Demenga an der Musikhochschule Basel ist der gebürtige Würzburger als Solocellist beim Kammerorchester Basel tätig. Für seine rege und vielseitige Konzerttätigkeit als Kammermusiker steht die erfolgreiche Reihe des Ensembles camerata variabile genauso wie zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals, wo er mit Künstlerinnen wie Isabelle Faust, Rachel Podger, Viktoria Mullova, Andreas Scholl oder Kristian Bezuidenhout aufgetreten ist.
Christoph Dangel ist ebenfalls Solocellist im Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock und wird von anderen Ensembles wie Il giardino armonico unter Giovanni Antonini oder dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe engagiert.
Bei deutsche harmonia mundi ist sein erstes Soloalbum „Viaggio italiano“ erschienen mit barocken Cellosonaten aus der Wiesentheider Sammlung. Sein neues Album „1824“ enthält frühromantische Cellomusik in unterschiedlichen Besetzungen und erzählt in einem kalenderartigen Booklet die Geschichte(n) dieses Jahres.
Als Dozent für historisches Cello unterrichtet Dangel an der Hochschule in Freiburg im Breisgau. Ausserdem ist er verantwortlich für die Akademie des Kammerorchester Basel und gibt regelmässig Workshops innerhalb des Stipendienprogramms des Balthasar-Neumann-Ensemble.
Er spielt ein Barockcello seiner Schwester Friederike Sophie Dangel und ein klassisches Cello von Bernadus Stoss (Wien 1815). Ausserdem wird ihm aus privatem Besitz ein Cello von Nicolo Amati zur Verfügung gestellt.
Bild: Mina Esfandiari
Helena Winkelman
Violine und künstlerische Leitung
ist gleichermassen als Geigerin wie Komponistin international aktiv. Sie studierte in Luzern, Mannheim, New York und Basel (Komposition bei Roland Moser und Georg Friedrich Haas). 2016 erhielt sie für ihr Schaffen den Georg Fischer Preis der Stadt Schaffhausen und 2017 den Schweizerischen Musikpreis. Nachdem sie den Internationalen Andrea Postacchini Wettbewerb und den Pro Musicis Award in Paris gewonnen hatte, gab sie Debuts in Carnegie’s Weill Recital Hall in New York und in der Salle Cortot in Paris. Sie erhielt Aufträge von vielen bekannten Orchestern, Ensembles und Solisten. 2014 war sie Composer in Residence am Lockenhaus Festival in Oesterreich, 2020 beim Sinfonieorchester Basel, 2023 am Musikfestival in Ernen und 2024 am Krzyzowa Musikfestival in Polen.
Besonders wichtig ist ihr der interkulturelle Dialog, der in ihrem Werk immer wieder eine zentrale Stellung einnimmt.
Ihre Werke wurden u.a. von Genuin, Claves, SRF2, Arte und Deutschlandfunk aufgenommen. Wichtige Einflüsse waren Hansheinz Schneeberger, György Kurtág und Pierre Favre. Während fünf Jahren war sie Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado und sie arbeitete mit vielen wichtigen Volksmusikern und Improvisatoren Europas zusammen. Sie ist seit 25 Jahren Mitglied der Camerata Variabile und seit 10 Jahren die künstlerische Leiterin. Sie spielt eine Ruggieri-Violine von 1687.
Bild: @pilvax
Stefka Perifanova
Klavier
Die Pianistin Stefka Perifanova hat sich mit ihrer Vielseitigkeit, stilistischer Breite sowie mit unbeirrbarem musikalischem Instinkt einen Namen gemacht. Als leidenschaftliche Interpretin zeitgenössischer Musik arbeitet sie regelmäßig mit KomponIstInnen zusammen: über 50 Solo- und Ensemblewerke hat sie uraufgeführt. Als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin tritt sie in ganz Europa, Korea, Kolumbien und den USA auf. Ihr Studium schloss sie an der Musikakademie Sofia in Bulgarien bei den Professoren Konstantin und Julia Ganev ab und sie war danach vier Jahre als deren Assistentin tätig. 1993 erhielt sie das Stipendium „Cyrillus und Methodius“ und setzte ihre Studien bei Rudolf Buchbinder, Bruno Canino und Gerard Wyss in der Schweiz fort. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Sie ist Mitbegründerin des Klaviertrios Absolut Trio.
Stefka ist seit 20 Jahren Mitglied der Camerata Variabile und gehört zum künstlerischen Rat.
Seit 1999 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste und seit Herbst 2011 an der Musik Akademie Basel.
Isabelle Schnöller
Flöte
Isabelle Schnöller ist Soloflötistin des Kammerorchesters Basel, Mitglied der Camerata Variabile und Professorin an der Musikhochschule Luzern.
Im Kammerorchester Basel arbeitet sie seit 30 Jahren mit namhaften Dirigenten zusammen. Zahlreiche CDs, darunter Gesamteinspielungen der Sinfonien von Beethoven (unter der Leitung von Giovanni Antonini) und Schubert (unter der Leitung von Heinz Holliger), dokumentieren die langjährigen Projekte, die immer wieder mit Preisen gewürdigt wurden.
Isabelle Schnöller unterrichtet seit 2018 an der Musikhochschule Luzern. Unterdesssen ist sie Professorin und leitet eine grosse Flötenklasse mit Studierenden aus dem In- und Ausland.
Solo- und Kammermusikkonzerte führten sie in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika und Aserbaidschan, und als Solistin war sie Gast an den Berliner Festwochen, dem Varga Festival Sion, dem New Music Festival Toronto, dem Mozartfest Würzburg, dem Båstad Festival und dem SOLsberg Festival.
Bekannte KomponistInnen schrieben solistische Werke für sie, u.a. Robert Aitken, Helena Winkelman, David-Philip Hefti, Hans-Martin Linde, Chris Paul Harman, Massimo Botter und Stéphane Bortoli.
Isabelle Schnöller wurde in Basel geboren und studierte bei Kiyoshi Kasai und später Robert Aitken an der Musikhochschule Freiburg i.Br. Sie ergänzte danach ihr Studium als Stipendiatin am Banff Centre for Fine Arts Canada.
Frühere Solo-CD‘s mit klassischen und zeitgenössischen Werken erschienen bei Jecklin, Ars Musici, derecha, Arte Nova und der edition zeitklang.
Photo: Matthias Müller
Mikołaj Rytowski
Perkussion
ist ein vielseitiger Instrumentalist mit Wurzeln im Bereich der Perkussion, der sich von konventionellen Normen löst, um Klang und Kreativität auf organische Weise zu erforschen. Seine Praxis umfasst Improvisation, Komposition und Kollaboration; dabei geht er über reine Interpretation hinaus und beteiligt sich aktiv am schöpferischen Prozess. Als Künstler und Improvisator erweitert er die Grenzen von Schlaginstrumenten und elektronischen Instrumenten, indem er kontinuierlich mit neuartigen Kombinationen und klanglichen Innovationen experimentiert. Sein Schaffen spiegelt einen einzigartigen Ansatz wider, der traditionelle Vorstellungen von Perkussion überschreitet und eine tiefe Verpflichtung zur klanglichen Erkundung und künstlerischen Ausdruckskraft zeigt.
Seit 2019 lebt und arbeitet Mikołaj hauptsächlich in Basel, Schweiz.
Karin Dornbusch
Klarinette
Die schwedische Klarinettistin wuchs in einer Musikerfamilie in Stockholm auf. Nach ihrem Studium in Berlin und Basel gewann sie den Schwedischen Solistenpreis und wurde als Rising Star in europäischen Konzertsälen präsentiert. Als Kammermusikerin spielte sie mit u a Chloë Hanslip, Dénes Várjon, Cecilia Zilliacus, Oliver Triendl, dem Zemlinsky- und Gringolts Quartett, Bengt Forsberg und Diego Chenna. Zahlreiche Komponist:innen arbeiteten mit ihr, darunter der schwedische Komponist Benjamin Staern, der ihr das Solokonzert Worried Souls widmete. Zwölf Jahre leitete sie das Båstad Kammermusikfestival, seit 2019 das von ihr mitbegründete FRONTSIDE – Gothenburg International Chamber Music Festival. Sie setzt sich für neue Musik ein und präsentierte Composer in residence wie Lisa Streich, Dai Fujikura, Kaija Saariaho, Maja S. K. Ratkje und Jennifer Walshe. Als Solistin trat sie mit Orchestern in u a Schweden, Finnland, Deutschland und der Schweiz auf, bei der Nobelpreisverleihung und sie wirkte in zahlreichen Radio- und TV-Produktionen mit. Sie ist Mitglied von Camerata Variabile Basel, Ensemble Fiacorda sowie Soloklarinettistin im Collegium Musicum Basel. Ihre CDs sind bei Swedish Society/Naxos, Caprice Records und Genuin classics Leipzig erschienen.Sie unterrichtet an Musikschulen, Gymnasien und an Meisterkurse. König Carl XVI. Gustaf von Schweden verlieh ihr der Litteris et Artibus-Medaille und sie ist Mitglied der Königlichen Musikakademie von Schweden.
Melinda Maul
Klarinette
schloss ihre Klarinettenstudien an der Hochschule für Musik Basel (Diplom in Musikpädagogik, Konzertdiplom und Solistendiplom) im Jahre 2011 ab und bildete sich mit einem Abschluss in Musikmanagement 2020 an der Hochschule der Künste Bern weiter. Sie ist 1. Preisträgerin des internationalen Klarinettenwettbewerbs Città di Carlino (Italien) und war fünf Jahre in Folge Stipendiatin des Migros Kulturprozents. Als Solistin spielte sie unter anderem mit dem Sinfonieorchester Basel, Zürcher Kammerorchester, Camerata Zürich und Budapester Sinfonikern. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie noch als Musikschulleiterin und Dozentin für Fachdidaktik Klarinette an der Hochschule für Musik in Basel aktiv.
Alessandro D’Amico
Viola
1986 in Caracas geboren, besuchte er die Music School Montalban in Caracas. 2002 begann er ein Studium bei Gerard Caussé und Rainer Schmidt an der Escuela Superior de Musica Reina Sofia, Madrid. 2004–06 folgte die Ausbildung bei Peter Langgartner am Mozarteum Salzburg. 2002–09 spielte er im Simon Bolivar Youth Orchestra. Meisterkurse u. a. bei Nobuko Imai, Veronika Hagen, Wolfram Christ, Gerard Caussé, Rainer Schmidt, Rudolf Barshai, Ferenc Rados und Benjamin Zander. 2009 setzte er sein Studium in Basel fort im «Graduate course for string quartets» bei Walter Levin, Günter Pichler und Rainer Schmidt und er studierte bei Silvia Simionescu. Er ist Bratschist des Merel Streichquartetts und seit 13 Jahren Mitglied der Camerata Variabile.
Sherniyaz Mussakhan
Violine
Geboren 1993, ist Kavalier des Daryn-Ordens (2017) und Preisträger des Unabhängigen Preises «Tarlan» in Kasachstan. Er ist Preisträger des Internationalen Violinwettbewerbs D. Oistrakh in Moskau und des Wieniawski- und Lipinsky-Violinwettbewerbs in Polen. Sherniyaz erhielt 2014 und 2017 den Kiefer-Hablizel-Preis, 2017 den Nicati-Preis und 2018 den Rahn-Musik- Preis. Sein Konzert Master Diplom absolvierte er an der HEMU, site de Sion bei Pavel Vernikov, das Solo Master Diplom an der Musikakademie Basel bei Rainer Schmidt. Als Solist hat Sherniyaz zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra of London, dem Sinfonieorchester Basel, dem Astana Opera Symphony Orchestra, Bolschoi-Theater, Mozarteum Salzburg, Mariinsky- Theater, der Hofburg Wien und im Grossen Saal des Moskauer Staatskonservatoriums ge- spielt. Er trat beim Gstaad Menuhin Festival, Sion Festival und Stars at the Rhein Festival auf. Seit 2019 ist Sherniyaz Konzertmeister des Swiss Orchestra und Kammerorchesters «I TEMPI».
Stefan Preyer
Kontrabass
Stefan Preyer ist ein österreichischer Kontrabassist mit Schwerpunkt auf historischer Aufführungspraxis, Improvisation und elektroakustischer Klangarbeit. Neben seiner Tätigkeit bei der Camerata Variabile Basel ist er seit 2007 Solokontrabassist des Kammerorchester Basel und wirkt seit 2008 beim Ensemble Il Giardino Armonico unter der künstlerischen Leitung von Giovanni Antonini mit. Im Zentrum seiner aktuellen Arbeit steht das Projekt Deepspace, ein Duo, das neue Ausdrucksformen zwischen Kontrabass, Echtzeit-Elektronik und Raumklang entwickelt. Darüber hinaus ist er solistisch sowie mit seinen eigenen Formationen die_freakshow, dem Jazztrio Grammophon, dem Experimentaltrio DangelOronPreyer und im Mike Svoboda Quartett im Bereich improvisierter und zeitgenössischer Musik aktiv. Er realisiert regelmäßig Kammermusikprojekte – oft mit historischen Instrumenten wie dem Wiener Bass oder dem Violone. Für das Kammerorchester Basel hat er Konzertformate wie „Don Boscos Garden“ und „Nachtklang Experimental“mitentwickelt und war mehrfach Teil des Leitungsteams für Education- und Inklusionsprojekte. Seine langjährige Zusammenarbeit mit Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Ensemble Resonanz, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen oder dem Balthasar-Neumann-Ensemble ergänzt sein musikalisches Profil. Derzeit vertieft er seine künstlerische und pädagogische Praxis im Masterstudium „Open Creation“ an der Musik-Akademie Basel.
Matthias Arter
Oboe
geboren 1964, Oboist und Komponist. Er ist Dozent für Oboe, Kammermusik und zeitgenössische Musik an der HKB (Hochschule der Künste Bern), Solooboist im Kammerorchester Basel und Mitglied des CNZ (Collegium Novum Zürich). Als Solist konzertiert er im In- und Ausland und trägt die künstlerische Verantwortung für verschiedene Ensembles und Projekte wie CNZ, Many Many Oboes oder pre-art und betätigt sich im wissenschaftlichen Feld der Interpretationsforschung auf der Basis historischer Aufnahmen.
Solistische Auftritte (u.a. mit dem Kammerorchester Basel, CNZ, Contrechamps, Lemanic Ensemble) bei zahlreichen Festivals und Konzertreihen, so dem Lucerne Festival, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, den Migros Classics, der Biennale Zagreb, dem Festival Archipel, IRCAM Paris und den World Music Days. Seine Kompositionen (Kammermusik, Orchesterwerke, Solostücke) wurden von grossen Interpret:innen aufgeführt und aufgenommen. CD-Aufnahmen mit Matthias Arter wurden bisher u.a. bei den Labels ECM, MGB, Sony Classics, Wergo, en avant records und pre-art music veröffentlicht.
Michael Büttler
Posaune
wurde in Landshut/Niederbayern geboren. Sein Musikstudium absolvierte er an den Hochschulen für Musik in München und Frankfurt. Als freischaffender Musiker arbeitete Michael Büttler mit vielen Orchestern und Ensembles und entwickelte dabei seinen künstlerischen Schwerpunkt im Bereich der zeitgenössischen Musik.
Neben dem Ensemble Phoenix ist er Mitglied bei HORNROH – Modern Alphornquartett und zudem seit 1989 regelmäßig Gastmusiker beim Ensemble Modern Frankfurt und vielen anderen Ensembles für zeitgenössische Musik. Neben seiner Arbeit als freischaffender Musiker widmet er einen Teil seiner Zeit dem Unterrichten an der Musik-Akademie Basel.
(Photo Judith Schlosser)
Rui Lopes
Fagott
„Der Schweizer und Portugiese Rui Lopes, der von der New York Times als „äusserst begabter Fagottist“ und von Gramophone als „hoch-musikalisch und virtuos“ bezeichnet wurde, begann mit 18 Jahren Fagott zu spielen. Sein musikalisches Temperament und seine Virtuosität wurden rasch anerkannt und mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem ersten Preis im Interpretations- wettbewerb von Estoril (Lissabon). Als Solist spielte er unter anderem mit dem English Chamber Orchestra, dem Finnish National Opera Orchestra (Helsinki), dem Orquestra Sinfónica Portuguesa, dem Kölner Kammerorchester und dem Sinfonieorchester Basel. Einen besonderen Schwerpunkt im Leben von Rui Lopes bildet die Kammermusik. So spielte er beim Ensemble Nacional Español de Música Contemporánea, ist Mitglied der Camerata Variabile Basel, des Trio Estoril und der Portuguese Chamber Soloists. Er konzertierte bei vielen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Festival Bohuslav Martinů (Tschechien), dem Lucerne Festival und im Mai 2015 gab er sein Debut an der Carnegie Hall, New York. Rui Lopes ist Professor für Fagott an der Musikhochschule Strasbourg. Seine CD, ‚Through Time‘, als Solist mit dem English Chamber Orchestra, fand in der internationalen Presse grössten Anklang. Soeben erschien seine neueste CD „Close Encounters“ in Zusammenarbeit mit dem Gringolts Quartett. Diese wurde von der Fachwelt mit grossem Enthusiasmus aufgenommen. Sowohl das technische Können, die Virtuosität wie auch der musikalische Ausdruck wurden mit einem „Supersonic“ Award ausgezeichnet.“
Simon Lilly
Trompete
ist in einem Dorf am Indischen Ozean in Südwest-Australien aufgewachsen. 1994 gewann er den Nationalen Wettbewerb für das Robert Stolz-Musikstipendium, das ihm ein zusätzliches Musikstudium in Wien ermöglichte. Der Wunsch, sich noch weiter zu entwickeln, führte ihn nach Basel. Hier machte er erste Bekanntschaft mit der barocken Aufführungspraxis, was seine Karriere nachhaltig prägte.
Seit 2002 ist Simon Lilly Solo-Trompeter im Kammerorchester Basel. Orchestertourneen führten ihn durch Europa, nach Nord- und Südamerika sowie nach Asien. Er hat in grossen Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Berliner Philharmonie, in der Carnegie Hall in New York und an vielen anderen Orten gespielt. Ein Highlight in seiner Karriere war sein Auftritt 2004 an der Königlichen Hochzeit in Dänemark. In den letzten Jahren hat Simon Lilly mehr als 60 Aufführungen mit dem “Klassenzimmer Stück” gespielt, war Co-Leiter von “Blowin’ in the Wind” und “La Danse de Mort” (Education Projekte des Kammerorchesters Basel). Parallel dirigierte er Brassbands und unterrichtete Trompete an der Musikschule Arlesheim.
Seit mehreren Jahren ist er Dozent für Barocktrompete an der Zürcher Hochschule der Künste und leitet seit dem Herbstsemester 2018 eine Trompetenklasse an der Musikschule Basel und an der Musikschule Riehen.
Alejandro Cela Camba
Horn
Alejandro wurde in Valladolid, Spanien, geboren und begann sein Hornstudium bei Carlos Balaguer, bevor er seinen Bachelor-Abschluss an der Musikhochschule des Baskenlandes (Musikene) bei Rodolfo Epelde, Oscar Sala und Jorge Renteria (Naturhorn) machte. Anschließend zog er in die Schweiz, um an der Haute École de Musique de Lausanne bei Olivier Darbellay einen Master-Abschluss in Orchestermusik zu erwerben. Während seines Studiums absolvierte er Praktika beim Berner Symphonieorchester und beim Gstaad Festival Orchestra und trat später der Orchesterakademie der Oper Zürich bei. Derzeit lebt er als freischaffender Hornist in der Schweiz und tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern des Landes auf – Opernhaus Zürich, Orchestre de Chambre de Lausanne, Berner Symphonieorchester, Sinfonieorchester Basel, Kammerorchester Basel, Camerata Bern – sowie im Ausland, darunter das Philharmonia Orchestra (Großbritannien), das Orquesta Nacional del País Vasco und das Orquesta Sinfónica de Castilla y León (Spanien).
Flàvio Barbossa
Horn
Flávio begann seine musikalische Ausbildung bei seinem Vater. Er absolvierte ein Aufbaustudium an der Escuela Superior de Música Reina Sofía bei Prof. Radovan Vlatković und beendete bei ihm den Master in Music Performance an der Zürcher Hochschule der Künste. Während seiner akademischen Laufbahn war er Stipendiat der Calouste-Gulbenkian-Stiftung und der Fundación Albéniz.
Er war Solohornist der Fundação Orquestra Estúdio (Guimarães 2012) und trat als Gastmusiker u. a. mit der Philharmonia Zürich, dem Zürcher Kammerorchester, der Argovia Philharmonic, dem Remix Ensemble, dem Musikkollegium Winterthur, der Orquestra Gulbenkian und weiteren auf. Er arbeitete mit Dirigenten wie Bernard Haitink, Vasily Petrenko, Gianandrea Noseda, Wladimir Jurowski, Fabio Luisi und Teodor Currentzis zusammen.
Preise erhielt er u. a. beim Concurso Nacional de Música “Terras de la Salette”, beim Prémio Jovens Músicos und als Mitglied des European Union Youth Orchestra den Ian Stoutzker Prize. Derzeit lebt Flávio in der Schweiz und ist als freischaffender Musiker tätig.
Brandon Garbot
Violine
Brandon Garbot trat als Solist und Kammermusiker unter anderem in der Carnegie’s
Weill Recital Hall, der Severance Hall, der Isabella Stewart Gardner Hall, dem Rundfunk Berlin-
Brandenburg, dem Kennedy Center und in Tainan, Taiwan, auf. Er trat als Solist mit der Oregon
Symphony, der Jefferson Symphony und auf Tournee mit dem Curtis Chamber Orchestra auf.
Garbot war Vorspieler 2. Violine im Sinfonieorchester St. Gallen, und ist derzeit Zuzüger/
Aushilfe im Tonhalle-Orchester Zürich. Er war regelmässiger Substitut beim Philadelphia
Orchestra und Pittsburgh Symphony, sowie Gastmusiker bei der Saint Paul Chamber Orchestra
und Orpheus Chamber Orchestra, Camerata Variabile und Gaststimmfuhrer mit Camerata Bern
und Stuttgart Kammerorchester. Als Kammermusiker hat er unter anderem mit Shmuel
Ashkenasi, Jonathan Brown, Eszter Haffner, Viviane Hagner, Kim Kashkashian, Ivan Monighetti,
Thorleif Thedeen zusammengespielt. Er trat bei Kammermusik-Festivals wie dem
Music@Menlo International Program, Verbier, Taos, Ravinia, Gstaad Academy, Krzyzowa-Music
und dem Perlman Music Program auf. In 2022 wurde er mit dem Musikpreis der Kiefer-
Hablitzel- und Göhner-Stiftung in Bern ausgezeichnet. Ab 2021 ist er Stipendiat der
Kammermusik-Akademie der Villa Musica Stiftung Rheinland-Pfalz in Mainz, Deutschland.
Derzeit studiert er bei Prof. Rainer Schmidt im Solistendiplom an der Hochschule für
Musik in Basel, Schweiz und auch mit unterricht bei Anton Kernjak. Weitere Meisterkurse hatte
er bei Leonidas Kavakos, Enrico Onofri und Gyorgy Kurtag. Er erhielt seinen Bachelor of Music
am Curtis Institute of Music und studierte bei Ida Kavafian und Arnold Steinhardt. Früher
studien absolvierte er bei Itzhak Perlman und William Preucil. Er spielt auf einer Sanctus
Seraphin Violine von 1751, einer großzügigen Leihgabe der Villa Musica Stiftung.
Consuelo Giulianelli
Harfe
Harfenstudium am Konservatorium Verona bei Mirella Vita, 1993 folgte ein Konzertdiplom mit Auszeichnung bei Ursula Holliger an der Musik-Akademie Basel. Einladungen zu wichtigen europäischen Musikfestivals: World New Music Days, Herbst Festival Budapest, Lucerne Festival, Musik Festival Schwaz, World Harp Congress Genf, Young Artist Festival Davos. Eine rege Konzerttätigkeit bringt sie auch in die USA und die Türkei. Solo Auftritte u.a. mit dem Basel Radio Sinfonie Orchester, Musikkollegium Winterthur, I Solisti di Brescia. Festes Mitglied des Ensemble Phoenix Basel. Sie hat u.a. mit der Accademia Bizantina, dem Collegium Novum Zürich und dem Ensemble Recherche Freiburg gespielt.
Stéphanie Meyer
Cello
geboren in Montréal, erhält ihre musikalische Ausbildung zunächst am Konservatorium ihrer Heimatstadt in der Klasse von Dorothy Bégin, später an der McGill Universität bei Antonio Lysy. An der Musik-Akademie Basel setzt sie ihre Studien bei Thomas Demenga fort. Nach ihrem Solisten-Diplom wendet sie sich unter Anleitung von Christoph Coin an der Schola Cantorum Basel dem Spiel des Barockcellos zu. Als Gast bei großen Festivals wie Schleswig-Holstein, Luzern, Davos und Prussia Cove ist sie dankbar für prägende Begegnungen mit Musikern wie Steven Isserlis, Ferenc Rados, Ralph Kirshbaum, Janos Starker, Philippe Muller, Erich Höbarth, Sergio Azzolini und György Kurtág. Während einiger Jahre ist sie Solocellistin der „Camerata Bern“ und der „Kammerakademie Potsdam“ und wirkt bei Projekten der „Cappella Andrea Barca“ unter András Schiff mit. Sie unterrichtet seit 2012 an der Musikschule Basel