Der künstlerische Rat der Camerata Variabile besteht aus fünf Ensemble-Mitgliedern. Sie beraten gemeinsam über die Entwicklung des Ensembles, vergeben die Kompositionsaufträge und diskutieren die Programme der kommenden Saison. Der künstlerische Rat fungiert zugleich als Vorstand des Vereins und stellt den Geschäftsführer und andere Mitglieder des Exekutivteams ein.
Christoph Dangel, Cello
Seit Abschluss des Studiums bei Thomas Demenga an der Musikhochschule Basel ist der gebürtige Würzburger als Solocellist beim Kammerorchester Basel tätig. Für seine rege und vielseitige Konzerttätigkeit als Kammermusiker steht die erfolgreiche Reihe des Ensembles camerata variabile genauso wie zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals, wo er mit Künstlerinnen wie Isabelle Faust, Rachel Podger, Viktoria Mullova, Andreas Scholl oder Kristian Bezuidenhout aufgetreten ist.
Christoph Dangel ist ebenfalls Solocellist im Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock und wird von anderen Ensembles wie Il giardino armonico unter Giovanni Antonini oder dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe engagiert.
Bei deutsche harmonia mundi ist sein erstes Soloalbum „Viaggio italiano“ erschienen mit barocken Cellosonaten aus der Wiesentheider Sammlung. Sein neues Album „1824“ enthält frühromantische Cellomusik in unterschiedlichen Besetzungen und erzählt in einem kalenderartigen Booklet die Geschichte(n) dieses Jahres.
Als Dozent für historisches Cello unterrichtet Dangel an der Hochschule in Freiburg im Breisgau. Ausserdem ist er verantwortlich für die Akademie des Kammerorchester Basel und gibt regelmässig Workshops innerhalb des Stipendienprogramms des Balthasar-Neumann-Ensemble.
Er spielt ein Barockcello seiner Schwester Friederike Sophie Dangel und ein klassisches Cello von Bernadus Stoss (Wien 1815). Ausserdem wird ihm aus privatem Besitz ein Cello von Nicolo Amati zur Verfügung gestellt.
Bild: Mina Esfandiari
Helena Winkelman
Violine und künstlerische Leitung
ist gleichermassen als Geigerin wie Komponistin international aktiv. Sie studierte in Luzern, Mannheim, New York und Basel (Komposition bei Roland Moser und Georg Friedrich Haas). 2016 erhielt sie für ihr Schaffen den Georg Fischer Preis der Stadt Schaffhausen und 2017 den Schweizerischen Musikpreis. Nachdem sie den Internationalen Andrea Postacchini Wettbewerb und den Pro Musicis Award in Paris gewonnen hatte, gab sie Debuts in Carnegie’s Weill Recital Hall in New York und in der Salle Cortot in Paris. Sie erhielt Aufträge von vielen bekannten Orchestern, Ensembles und Solisten. 2014 war sie Composer in Residence am Lockenhaus Festival in Oesterreich, 2020 beim Sinfonieorchester Basel, 2023 am Musikfestival in Ernen und 2024 am Krzyzowa Musikfestival in Polen.
Besonders wichtig ist ihr der interkulturelle Dialog, der in ihrem Werk immer wieder eine zentrale Stellung einnimmt.
Ihre Werke wurden u.a. von Genuin, Claves, SRF2, Arte und Deutschlandfunk aufgenommen. Wichtige Einflüsse waren Hansheinz Schneeberger, György Kurtag und Pierre Favre. Während fünf Jahren war sie Mitglied des Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado und sie arbeitete mit vielen wichtigen Volksmusikern und Improvisatoren Europas zusammen. Sie ist seit 25 Jahren Mitglied der Camerata Variabile und seit 10 Jahren die künstlerische Leiterin. Sie spielt eine Ruggieri – Violine von 1687.
Bild: @pilvax
Stefka Perifanova
Klavier
Die Pianistin Stefka Perifanova hat sich mit ihrer Vielseitigkeit, stilistischer Breite sowie mit unbeirrbarem musikalischem Instinkt einen Namen gemacht. Als leidenschaftliche Interpretin zeitgenössischer Musik arbeitet sie regelmäßig mit KomponIstInnen zusammen: über 50 Solo- und Ensemblewerke hat sie uraufgeführt. Als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin tritt sie in ganz Europa, Korea, Kolumbien und den USA auf. Ihr Studium schloss sie an der Musikakademie Sofia in Bulgarien bei den Professoren Konstantin und Julia Ganev ab und sie war danach vier Jahre als deren Assistentin tätig. 1993 erhielt sie das Stipendium „Cyrillus und Methodius“ und setzte ihre Studien bei Rudolf Buchbinder, Bruno Canino und Gerard Wyss in der Schweiz fort. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Sie ist Mitbegründerin des Klaviertrios Absolut Trio.
Stefka ist seit 20 Jahren Mitglied der Camerata Variabile und gehört zum künstlerischen Rat.
Seit 1999 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste und seit Herbst 2011 an der Musik Akademie Basel.
Isabelle Schnöller
Flöte
ist Soloflötistin des Kammerorchesters Basel, Mitglied der Camerata Variabile und Professorin an der Musikhochschule Luzern.
Im Kammerorchester Basel arbeitet sie seit 30 Jahren mit namhaften Dirigenten zusammen. Zahlreiche CDs, darunter Gesamteinspielungen der Sinfonien von Beethoven (unter der Leitung von Giovanni Antonini) und Schubert (unter der Leitung von Heinz Holliger), dokumentieren die langjährigen Projekte, die immer wieder mit Preisen gewürdigt wurden.
Isabelle Schnöller unterrichtet seit 2018 an der Musikhochschule Luzern. Unterdesssen ist sie Professorin und leitet eine grosse Flötenklasse mit Studierenden aus dem In- und Ausland.
Solo- und Kammermusikkonzerte führten sie in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika und Aserbaidschan, und als Solistin war sie Gast an den Berliner Festwochen, dem Varga Festival Sion, dem New Music Festival Toronto, dem Mozartfest Würzburg, dem Båstad Festival und dem SOLsberg Festival.
Bekannte KomponistInnen schrieben solistische Werke für sie, u.a. Robert Aitken, Helena Winkelman, David-Philip Hefti, Hans-Martin Linde, Chris Paul Harman, Massimo Botter und Stéphane Bortoli.
Isabelle Schnöller wurde in Basel geboren und studierte bei Kiyoshi Kasai und später Robert Aitken an der Musikhochschule Freiburg i.Br. Sie ergänzte danach ihr Studium als Stipendiatin am Banff Centre for Fine Arts Canada.
Frühere Solo-CD‘s mit klassischen und zeitgenössischen Werken erschienen bei Jecklin, Ars Musici, derecha, Arte Nova und der edition zeitklang.
Photo: Matthias Müller
Karin Dornbusch
Klarinette
Die schwedische Klarinettistin wuchs in einer Musikerfamilie in Stockholm auf. Nach ihrem Studium in Berlin und Basel gewann sie den Schwedischen Solistenpreis und wurde als Rising Star in europäischen Konzertsälen präsentiert. Als Kammermusikerin spielte sie mit u a Chloë Hanslip, Dénes Várjon, Cecilia Zilliacus, Oliver Triendl, dem Zemlinsky- und Gringolts Quartett, Bengt Forsberg und Diego Chenna. Zahlreiche Komponist:innen arbeiteten mit ihr, darunter der schwedische Komponist Benjamin Staern, der ihr das Solokonzert Worried Souls widmete. Zwölf Jahre leitete sie das Båstad Kammermusikfestival, seit 2019 das von ihr mitbegründete FRONTSIDE – Gothenburg International Chamber Music Festival. Sie setzt sich für neue Musik ein und präsentierte Composer in residence wie Lisa Streich, Dai Fujikura, Kaija Saariaho, Maja S. K. Ratkje und Jennifer Walshe. Als Solistin trat sie mit Orchestern in u a Schweden, Finnland, Deutschland und der Schweiz auf, bei der Nobelpreisverleihung und sie wirkte in zahlreichen Radio- und TV-Produktionen mit. Sie ist Mitglied von Camerata Variabile Basel, Ensemble Fiacorda sowie Soloklarinettistin im Collegium Musicum Basel. Ihre CDs sind bei Swedish Society/Naxos, Caprice Records und Genuin classics Leipzig erschienen.Sie unterrichtet an Musikschulen, Gymnasien und an Meisterkurse. König Carl XVI. Gustaf von Schweden verlieh ihr der Litteris et Artibus-Medaille und sie ist Mitglied der Königlichen Musikakademie von Schweden.