17 Sep. Fenster zum Innen
Fenster zum Innen
Do. 10. Juni 2027 | 19:30
Ref. Kirche Neuhausen
Zentralstrasse 30, 8212 Neuhausen am Rheinfall
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Programm
Josquin Desprez (1450 – 1521)
Tu solus qui facis mirabilia
Arrangement für Flöte, Oboe, Fagott, Horn, Klarinette
Arvo Pärt (*1935)
Fratres (1977)
für Streichquartett und Perkussion
Josquin Desprez
Agnus Dei II (ex una voce tres, ex ejusdem primo)
für Tenor, Oboe und Fagott
Georg Friedrich Haas (*1953)
Tria ex uno 2001 (nach Josquin Desprez)
für Klavier, Perkussion, Altflöte, Bassklarinette, Violine und Violoncello
Hildegard v. Bingen (1098 – 1179)
Instrumentalstück
Arrangement für Flöte, Oboe, Fagott, Horn, Klarinette
O presul vere civitatis
für Solo Tenor & Borduninstrumente
Jean Françaix (1912 – 1997)
Quatuor (1933)
für Flöte, Oboe, Klarinette und Fagott
Matthias Arter (*1964)
Seven steps for seven musicians (UA)
für Flöte, Oboe, Bassklarinette, Violine, Viola, Violoncello, Perkussion
Sofia Gubaidulina (1931 – 2025)
Klänge des Waldes (1978)
für Flöte und Klavier
Leoš Janáček (1854 – 1928)
Concertino (1926)
für Solo-Klavier, Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett
Musiker:innen
Isabelle Schnöller, Flöte
Matthias Arter, Oboe
Karin Dornbusch, Klarinette
Rui Lopes, Fagott
Flavio Barbosa, Horn
Helena Winkelman, Violine
Sherniyaz Mussakhan, Violine
Alessandro D’Amico, Viola
Christoph Dangel, Violoncello
Stefka Perifanova, Klavier
Mikolaj Rytowsky, Perkussion
Gast
Matthieu Romanens, Tenor
Nach all diesen Gesprächen mit Worten, Pflanzen, Geistern und Steinen ist das Schlusskonzert ganz dem inneren Dialog gewidmet. Alle Werke bewegen sich auf einer Verbindungslinie zwischen unserer physischen Natur, wie wir sie mit dem Tier gemeinsam haben, und unserer menschlichen Möglichkeit zur geistigen Transzendenz, wie wir sie in der Sakralmusik finden; Aspekte unserer selbst, die sich vielleicht nicht immer auf Anhieb so leicht vereinen lassen. Am klarsten nachgezeichnet wird diese Auseinandersetzung in Matthias Arters Uraufführung «Seven
steps for seven musicians». Er unternimmt darin eine Reise zu diesen inneren Dialogen und erforscht mit vielfältig und überraschend besetzten Perkussionsinstrumenten die Widersprüche und Kongruenzen gewohnter
instrumentaler Identitäten. Janáčeks Concertino bringt mit Igeln, Eulen und Eichhörnchen die Tierwelt mit ins Spiel. Vielleicht gibt die Gegenüberstellung dieses extrovertierte Werks mit der Sakralmusik des Mittelalters neue Erkenntnisse, wie geistliche Kultur und animalisches Sein gleichermassen zu grosser Musik beitragen können. Die Kompositionen des berühmten franko-flämischen Komponisten Josquin Desprez bilden das Ausgangsmaterial zum Sextett «una ex uno» von Georg Friedrich Haas. Mit einem Instrumentalstück von Hildegard von Bingen, der berühmten Äbtissin des 12. Jh. und «Fratres» von Pärt berührt das Programm schliesslich echtes und imaginiertes Klosterleben.