25 Aug. Fata Morgana
Fata Morgana
Programm
David Philip Hefti (*1975)
In fliessenden Räumen (2026)
Drei Szenen für Flöte, Bassklarinette, Violine und Violoncello
1. verwoben | 2. Leuchtend | 3. Rastlos
Mel Boni (1858 – 1937)
Scènes de la fôret (1928) für Flöte, Horn & Klavier
Paul Schoenfeld (1947 – 2024)
Trio for Clarinet, Violin and Piano (1990)
Freylakh – Nigun – Kozatske
PAUSE
Louis Spohr (1784 – 1859)
Septett op. 147 (1853)
für Flöte, Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Violoncello & Klavier
Allegro Vivace, Pastorale – Larghetto, Scherzo – Vivace,
Finale – Allegro molto
Musiker:innen
Isabelle Schnöller, Flöte
Karin Dornbusch, Klarinette
Rui Lopes, Fagott
Flavio Barbosa, Horn
Helena Winkelman, Violine
Stéphanie Meyer, Violoncello
Stefka Perifanova, Klavier
Die dreiteilige Uraufführung von David Philip Hefti verleiht mit ihren schimmernden Obertonstrukturen diesem vierten Saisonprogramm die durchscheinenden Luftspiegelungen einer Fata Morgana. Deren Illusionen führen uns von einem verwunschenen französischen Wald bei Mel Bonis in die Wüsten Israels, der Wahlheimat des in Amerika geborenen Paul Schoenfield.
Im Septett von Louis Spohr begegnen wir schliesslich den längst verschwundenen Idealvorstellungen des Bürgertums des 19. Jahrhunderts.
Der heute vor allem noch für seine Violin-Kompositionen bekannte Komponist war zu seiner Zeit ein Superstar, ist jedoch – vielleicht aus genanntem Grund – heute etwas in Vergessenheit geraten. Für eine Formation wie die Camerata Variabile gehört dieses Werk zum wichtigen Kernrepertoire.
Mel Bonis ist der Künstlername der französischen Komponistin Mélanie Bonis, die damit den Vorurteilen ihrer Zeit gegenüber weiblichen Musikschaffenden entrinnen wollte. Viele ihrer Kompositionen wurden damals bei den wichtigsten Verlagen herausgegeben und doch wurde sie kaum international wahrgenommen. Heute erfahren die mehr als 300 Werke dieser ausserordentlichen Musikerin zunehmend grosse Beachtung, und mit der Aufführung ihrer Waldszenen tragen wir etwas zu ihrer Renaissance bei.