25 Aug. De Profundis
De Profundis
So. 29. März 2026 | 17:00
Kirche im Kloster Paradies, Schlatt
Klostergutstrasse, 8252 Schlatt
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Programm
J. S. Bach / Martin Luther (1685 – 1750)
Choral: Aus tiefer Not schrei ich zu Dir. (1524)
Für Ensemble, Ouverture Cantata BWV 131 (Arrangement)
Franz Schubert (1797 – 1828)
Quartettsatz in c-moll
Georg Friedrich Haas (*1953)
Streichquartett No 2 (1998)
J. S. Bach (1685 – 1750)
Es ist vollbracht aus BWV 159
Kantate für Bass, Oboe und Streicher & Basso Continuo
PAUSE
Iris Szeghy (*1956)
De profundis für Bass und 2 Melodieinstrumente nach Gedichten von Michelangelo Buonarroti
All ́amore; All ́amico; Al mondo; A Dio
J. S. Bach
Solo Orgel
Joëlle Götz (D/CH *2001)
Uraufführung für Oboe & Streichquartett
Nicolaus Bruhns (1665 – 1697)
De profundis clamavi für Bass, zwei Violinen & Basso Continuo (Orgel, Cello)
Musiker:innen
Matthias Arter, Oboe
Helena Winkelman, Violine
Sherniyaz Mussakhan, Violine,
Alessandro D’Amico, Viola
Christoph Dangel, Violoncello
Oliver Wyrwas, Truhenorgel
Gast
Jonas Jud, Bass
Dieses Programm hat mit seinem Bezug auf die Passionszeit viele sakral-spirituelle Hintergründe.
Manche der allerschönsten Werke der Musik sind aus Momenten entstanden, an denen alles an seinem tiefsten Punkt angelangt schien. Auch unser Gast findet seine Kraft in der Tiefe und das zweite Streichquartett des lange in Basel lehrenden Oesterreichers Georg Friedrich Haas eröffnet seinen Klangraum vom tiefen C des Cellos aus.
Immer wieder schimmert darin die Tradition durch, aber sie wird als etwas Verlorenes, Entferntes, Getrübtes wahrgenommen werden. Die Musik wird als trauriger Abschied gehört, und die Glissandos scheinen eine hoffnungslose Sehnsucht auszudrücken. Im letzten Drittel des Streichquartetts vermeint man Schubert zu hören – Schubert im Begriff der Desintegration, des Zerfalls.
Aus diesem Grund stellen wir diesem Quartett von Haas den Quartettsatz in c-moll von Schubert voran.
Wir freuen uns, neben der Kantate des Dänisch-Deutschen Barockkomponisten Bruhns auch zwei neue Beleuchtungen unseres Themas DE PROFUNDIS im Programm zu haben: Die eine stammt von Iris Szeghy, die andere von Joëlle Götz, die zurzeit noch an der Musikakademie Basel studiert und der wir nach einer eindrücklichen Uraufführung im Museum Tinguely, einen Auftrag für dieses Programm gegeben haben.