17 Sep. Betwixt and Between
Betwixt and Between
Programm
Meret Matter (*1965)
liest Texte und Gedichte von Franz Hohler (*1943)
André Jolivet (1905 – 1974)
Sonatine für Flöte und Klarinette (1961)
Helena Winkelman (*1974)
Aus 12 Visitations für Klaviertrio (2020)
Robert Schumann (1810 – 1856)
hantasiestücke Op. 88
Gérard Zinsstag (*1941)
Incantation für Flöte Solo (2017)
Charles Koechlin (1867 – 1950)
Pastorale, Op. 75 bis (1917/18)
für Flöte, Klarinette und Klavier (Allegretto, très modéré)
Giancarlo Menotti (1911 – 2007)
Trio (1996) für Klarinette, Violine
Musiker:innen
Isabelle Schnöller, Flöte
Karin Dornbusch, Klarinette
Helena Winkelman, Violine
Christoph Dangel, Violoncello
Stefka Perifanova, Klavier
Gast
Meret Matter, Lesung
In diesem Programm betreten wir einen Kommunikationsraum zwischen unserer normalen Alltagsrealität und einer anderen Wirklichkeit. Auslöser für diese Idee war Schumanns Faszination für das Tischerücken. Neben verschiedenen Einträgen in seinem Tagebuch existiert eine Brief an Ferdinand Hiller vom 25. April 1853, in dem Schumann schreibt: «Wir haben gestern zum ersten Male Tisch gerückt. Eine wunderbare Kraft!» Alle Komponist:innen dieses Abends verbindet eine Faszination für den Kontakt mit der Geisterwelt: Menotti, der als Erster in einem Bühnenwerk eine spiritistische Séance beschrieb, Zinsstag mit seiner Incantation, Winkelman mit der Umsetzung eines musikalischen Channelings grosser Komponisten der Vergangenheit (darunter auch Schumann) und Jolivet, welcher der Musik ihre ursprüngliche Funktion in Magie und Ritus zurückgeben wollte.
Kurzgeschichten aus «der Geisterfahrer» und Gedichte aus «Schnäll in Chäller» von Franz Hohler begleiten uns durch den Abend und erweitern die musikalischen Grenzgänge durch allerlei schaurige und berührende Reflektionen. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Meret Matter.