17 Sep. Pflanzenpalaver
Pflanzenpalaver
Programm
Dominique Gisler (*1979)
liest aus Pflanzenpalaver von Florianne Koechlin (*1948)
Sergei Rachmaninov (1873 – 1943)
Aus 12 Romances: Lilacs
Leoš Janáček (1854-1928)
Aus Tagebuch eines Verschollenen:
Dunkler Erlenwald
György Kurtág (*1926)
Aus Jatekok: Wie Blumen die Menschen
1. für Klavier 2. für Streichtrio
Carola Bauckholt (*1959)
Neues Werk für Streichquartett und Perkussion
Antonín Dvořák (1841 – 1904)
Aus Zypressen: Zwölf Sätze
für Streichquartett
Jean Sibelius (1865 – 1957)
The trees Op 75, Granen (die Fichte)
for Solo piano
Thomas Ades (*1971)
Növények (Pflanzen) von József, Radnóti, Weöres, Orbán für Mezzo, Klavier, Streichquartett, Kontrabass
Helena Winkelman (*1974)
Clair – Obscur Gedichte für Mezzosopran
Gedichtvertonungen von Jean Cocteau und William Blake
(Schweizer Erstauf führung)
Antonín Dvořák
Streichquintett in G-Dur Op. 77
Musiker:innen
Helena Winkelman, Violine
Sherniyaz Mussakhan, Violine
Alessandro D’Amico, Viola
Clara Védèche, Cello
Stefka Perifanova, Klavier
Mikolaj Rytowski, Perkussion
Gast
Katalin Károlyi, Mezzo
Dominique Gisler, Lesung
Yann Dubost, Kontrabass
Orpheus spielt seine Leier auf einem Hügel ohne Schatten und rief diesen in Form von Bäumen herbei: «….es kamen die weichen Linden, die Bucheund der jungfräuliche Lorbeer, die zarten Haselsträucher, die für Speere
taugliche Esche, der wasserliebende Lotus…» Ovid beschwört in diesem Teil der Metamorphosen eine damals der
Musik noch zugestandene magische Qualität: eine Interspezies-Kommunikation, die sich nicht nur auf Pflanzen, sondern auch auf Steine, Tiere und Geister erstreckte. Dieser Qualität stellen wir an diesem Abend
Texte aus Forschungen zur Pflanzenkommunikation der Basler Chemikerin und Biologin Florianne Koechlin zur Seite. Sie zeigt uns wie diese aus einer naturwissenschaftlichen Perspektive funktioniert.
Es gibt in der ganzen Musikliteratur einen reichen Schatz an Kompositionen, die Blumen und Bäumen gewidmet sind – darunter finden sich Kurtags «wie Blumen die Menschen» oder Rachmaninovs Romanzen.
Katalin Károlyi, unser ungarischer Gast, bringt uns ein relativ neues Werk des Engländers Thomas Ades und bat als Gegenüberstellung auch Helena Winkelman um Vertonungen von Pflanzengedichten. Ganz besonders
freuen wir uns auf die Uraufführung von Carola Bauckholt.