Tête à tête

Tête à tête

Sa 25. Mai 2024 | 19:30

Rhyality Immersive Art Hall Neuhausen

So 26. Mai 2024 | 17:00

Gare du Nord Basel

Di 28. Mai 2024 | 19:30

Kultur & Kongresshaus Aarau

Mi 29. Mai 2024 | 19:30

Kirche St. Peter Zürich

Programm

Gabriel Fauré
La bonne chanson op. 61 (Text: Verlaine)
für Tenor, Streichquartett (Bass) und Klavier

Helena Winkelman
Gargoyles
für Tenor, Violine, Viola und Klavier

Witold Lutoslawski
5 dance preludes
für Klarinette und Klavier

Barry Guy
Premiere von «Rough» nach Samuel Becketts «Rough for Radio 1»
für Mezzosopran, Klarinette, Klavier und Streichquintett

Ernest Chausson
Chanson perpétuelle
für Sopran und Klavierquintett

Musiker:innen

Karin Dornbusch, Klarinette
Helena Winkelman, Violine
Mirka Scepanovic, Violine
Alessandro D’Amico, Viola
Stéphanie Meyer, Violoncello
Stefka Perifanova, Klavier

Gäste

Jakob Pilgram, Tenor  
Katherine Dain, Mezzosopran 
Barry Guy, Kontrabass

Unser letztes Programm Tête à Tête ist eine Hommage an die zentrale Bedeutung eines Gegenüber, ohne das Kunst und Liebe gleichermassen nicht möglich wären. Wir zeigen dies musikalisch auf verschiedenste Weise: Mit den Liebesliedern von Fauré, den Dialogen von Becketts «Rough» und einer Gedichtvertonung zu den Gargoyles des Basler Münsters.

Willkommen also zum Tête à Tête des Dichters Verlaine mit der 16-jährigen Mathilde Mauté de Fleurville, die die Texte von «la bonne chanson» inspirierte.

Willkommen  zum Tête à tête von Fauré mit der Sängerin Emma Bardac  in die er verliebt war und willkommen zum Tête à Tête der Gargoyles des Basler Münsters mit Ihnen, unserem Publikum.

«La bonne chanson» von Gabriel Fauré gilt heute als eine der schönsten musikalischen Umsetzungen eines französischen Gedichtzyklus’ für Tenor und Ensemble.

Die Uraufführung des Werks in einem Privathaus 1894 provozierte sehr unterschiedliche Reaktionen. Saint-Saens sagte, dass Fauré wahnsinnig geworden sei. Proust war begeistert. Fauré schrieb das Stück für die Sängerin Emma Bardac, in die er damals verliebt war und die ihm alle Teile, die er geschrieben hatte, sofort vorsang.

Im nächsten Werk des Programms findet sich dann zum ersten Mal ein richtiges Gegenüber für unser Publikum ein – nur ist dieses nicht menschlich. Es sind die fünf im Klingentalmuseum ausgestellten Wasserspeier oder Gargoyles des Basler Münsters. Auf unsere kleine Konzerttournee können wir sie leider nicht in ihrer ganzen schweren Grösse mitnehmen – doch sie werden als Bilder projiziert.

Die Texte dazu entstammen der Feder des alemannischen Dichters Jean-Christophe Meyer, der diese auf Wunsch von Helena Winkelman auf die Mäuler der Gargoyles zupasste: Die Maulstellungen jedes Gargoyle suggeriert jeweils einen anderen Vokal, und so ist jedes Gedicht auf nur einen zentralen Vokal geschrieben: eine fast unmögliche Mission, die Meyers Sprachgenie jedoch mit Bravour löste. Die Uraufführung fand am Momu-Festival 2019 statt.

Nach dem grossen Erfolg der Uraufführung «Flyways» von Barry Guy in unserem Zugvogelprogramm der vorletzten Saison freuen wir uns, ihn abermals mit einem neuen Werk zu Gast zu haben. Diesmal steht für ihn Beckett im Fokus. Damit haben wir in dieser Saison zwei Beckett – Betrachtungen.